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Energieeffizienz und intelligente Netze als Schlüssel zum Erfolg / Wirtschaftsforum der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Niedersachsen und Bremen

Ilsede, 27.06.2012 – Ministerpräsident David McAllister legte in seiner Rede beim Wirtschaftsforum der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Ilsede dar, welchen Beitrag Niedersachsen zum erfolgreichen Gelingen der Energiewende leistet. „Die Energiewende wird mehrere Jahrzehnte dauern. Wir stehen am Anfang der Entwicklung. Die Aktivitäten von Bund, Ländern, Kommunen und Wirtschaft müssen noch besser aufeinander abgestimmt werden. Unser Bundesland ist von der Energiewende nicht nur in besonderer Weise betroffen, sondern wird wirtschaftlich auch davon profitieren“, betonte der Ministerpräsident. Bereits heute seien infolge der Energiewende eine Vielzahl an Firmen und Arbeitsplätzen in Niedersachsen entstanden. Vor allem die Küste und der ländliche Raum hätten davon profitiert. In diesem Zusammenhang hob der Ministerpräsident die besondere Bedeutung der Genossenschaften hervor. „Flexible Beteiligungsformen wie Genossenschaften haben sich zu einer wichtigen Stütze beim Ausbau der Erneuerbaren Energien vor Ort entwickelt. In Niedersachsen bieten mittlerweile mehr als 100 Energiegenossenschaften allen Interessierten eine Chance, sich aktiv an der Energiewende zu beteiligen. Das ist ein Gewinn für alle!“, sagte der Ministerpräsident.

Energieeffizienz als Schlüssel zum Erfolg
Damit die Energiewende gelingt ist nach Meinung von Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker, international anerkannter Umweltexperte, ein Mix aus mehr Energieeffizienz und dem Bau von intelligenten Netzen von höchster Bedeutung. „Die Steigerung der Energieeffizienz ist der schlafende Riese, der zum Gelingen der Energiewende beitragen kann“, betonte er. Hinzu komme die energetische Gebäudesanierung, für die endlich stabile politische Rahmenbedingungen geschaffen werden müssten, so Prof. von Weizsäcker.

Jürgen Wache, Vorstandssprecher der Hannoverschen Volksbank betonte, dass die Zukunft der Energieversorgung auch die Entwicklung der heimischen Wirtschaft bestimme. Es sei daher eine Verpflichtung für die gastgebenden Kreditgenossenschaften in Niedersachsen und Bremen die Interessen der mittelständischen Kunden im Blick zu behalten und sich um deren Belange zu kümmern. „Die Volksbanken und Raiffeisenbanken sind in ihren Regionen aber nicht nur der geborene Partner bei der Finanzierung von Energieprojekten. Sie sind in Kooperation mit Kommunen und Bürgern auch Initiatoren örtlicher Vorhaben“, sagte er vor 450 Gästen.

In einer Gesprächsrunde betonte Klaus Brunsmeier, stv. Bundesvorsitzender des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.), dass die Bevölkerung nach seinem Empfinden die Energiewende täglich lebe, die Politik jedoch nicht schnell genug die Rahmenbedingungen schaffe, um die Energiewende weiter voranzubringen.

Michael G. Feist, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Hannover, erklärte, die Unternehmen bräuchten mehr Planungssicherheit und klare politische Signale. Er wies darauf hin, dass zum Beispiel Anreize zum Austausch von Elektrogeräten mit hohem Stromverbrauch gesetzt werden könnten. Dies sei ein Schritt in die richtige Richtung.

Genossenschaftliche Lösungsmodelle
Einig waren sich alle Teilnehmer der Gesprächsrunde darüber, dass Energiegenossenschaften aufgrund ihrer Rechtsform und der direkten Beteiligung der Bürger eine wichtige Rolle spielen. Eine weitere Stärke sei ihre Dezentralität. Christian Breunig, Vorstandssprecher der Energiegenossenschaft Odenwald eG, und Dieter Gehrke, Vorstandsmitglied mehrerer Bürgerenergiegenossenschaften in Niedersachsen erläuterten die Projekte ihrer Genossenschaften. Beide betonten, dass die Einbeziehung der Bürger in allen Phasen der Planung und Umsetzung der Projekte von großer Bedeutung für die Realisierung sei.

Satire und Impulse
Umrahmt wurde das Wirtschaftsforum in der Gebläsehalle Ilsede von Beiträgen des Kabarettisten Lars Reichow und des langjährigen Mannschaftsarztes des Fußball-Bundesligisten Mainz 05, Dr. Klaus Gerlach. Der u.a. mit dem Deutschen Kleinkunst-Preis ausgezeichnete Reichow warf unter anderem einen satirischen Blick auf die europäische Staatenfamilie. Gerlach sensibilisierte die stark beanspruchten mittelständischen Unternehmer  für die Notwendigkeit, die Erholung nicht zu kurz kommen zu lassen. Dafür gelte es, gezielte Impulse in den Alltag einzubauen.

Die 65 dem Genossenschaftsverband angehörenden Volksbanken und Raiffeisenbanken in Niedersachsen und Bremen versorgen ihre Bundesländer mit flächendeckenden Bankdienstleistungen und einem der dichtesten Servicenetze in Deutschland. Sie beschäftigen 10.313 Mitarbeiter, darunter 828 Auszubildende und haben zusammen 896.230 Mitglieder (Stand 31.12.2011).

Der Genossenschaftsverband e.V. ist Prüfungs- und Beratungsverband, Bildungsträger und Interessenvertreter für rund 1.900 Mitgliedsgenossenschaften. Der Verband betreut Unternehmen aus den Bereichen Kreditwirtschaft, Landwirtschaft, Handel, Gewerbe und Dienstleistung in 13 Bundesländern mit 4,3 Millionen Mitgliedern und 84.000 Arbeitsplätzen. Der Genossenschaftsverband wird vertreten durch den Verbandspräsidenten Michael Bockelmann sowie die Vorstandsmitglieder Klaus Bellmann, Horst Kessel, René Rothe und Edgar Schneider. www.genossenschaftsverband.de